Walpurgishalle
Im Nordosten des Hexentanzplatzes in Thale findet man die Walpurgishalle. Es handelt sich um ein Museum aus dem Jahre 1901 und basiert auf den Ideen von Hermann Hendrich. Das Museum wurde zu einer Zeit gebaut, als das Leben der alten Vorfahren wieder in Mode kam. In einer Zeit, in der die Menschen durch die moderne Technologie Angst bekamen, sehnten sie sich wieder nach dem Leben der Germanen und beschäftigten sich mit dem Altertum.
Bedeutung
Der Hexentanzplatz ist ein Ort, an dem die Sachsen im frühen Mittelalter siedelten, was durch den Sachsenwall belegt ist. Hier existierte früher sicher auch ein alter Kultplatz, was zu der mittelalterlichen Deutung als Hexenplatz deutlich wird. Bei Untersuchungen und Begehungen dieses alten Ortes wurden viele Objekte aus dieser alten Zeit gefunden, die man in diesem Museum ausstellt.
Ausstellung
Von besonderer Bedeutung sind die Funde von dem nahen Sachsenwall, darunter einen sogenannten Opferstein. Es handelt sich dabei um einen Stein, der kleine Einkerbungen enthält. Er ist typisch für die nordische Eisenzeit und die Zeit der Germanen (ca. 750 v. Chr.), kommt aber auch in späterer Zeit noch vor. Auch andere, als „altgermanisch“ bezeichnete Funde, die wohl eher mit den Sachsen in Verbindung zu bringen sind, werden hier ausgestellt.

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